Itzehoe
Barockoper in englischer Sprache erwies sich als Glücksgriff
Das Ensemble „Cosi facciamo“ bescherte unter der Regie von Enke Eisenberg dem theater itzehoe einen „Hochkaräter“
Nach diesem Theaterabend wird man den Namen des Ensembles „cosi facciamo“ nicht vergessen. (...) konzeptionell durchdachtes, fein nuanciertes und handwerklich auf höchstem Niveau stehendes Theaterspiel fand hier die begeisterte Zustimmung des Publikums. (...) Vielmehr macht Frau Eisenbergs Regie hier mit allen Mitteln des Theaters die Erfahrung der Unsterblichkeit des Geliebten sinnlich wahrnehmbar, diese Szene geht unter die Haut. Vor allem, als die Scheinwerfer langsam ins Publikum blenden, wird klar, dass diese uralte Geschichte im Hier und Jetzt spielt.
Die Regie aktualisiert aber nicht plump-plakativ, sondern amüsant-hintersinnig, geradezu philosophisch geschickt. (...) Viel mehr halfen (beim Verständnis des englischen Originaltextes) die inzenatorischen Ideen und das Spiel der fünf Figuren auf der Bühne. Selbst die Musik wurde zur sprechenden Hilfe, weil das Bühnengeschehen trotz allen Tempos während der da-capo-Arien immer neue Zäsuren und Verständnishilfen bot, sei es im pantomimischen Freeze der Figuren, sei es im Kostüm oder in der Maske.
Fazit: Theaterchefin Dr. Mechthild Hobl-Firedrich ist ein Glücksgriff gelungen, dem dem theater itzehoe einen künstlerischen Hoch-Karäter bescherte. Dierser lebte von der Spannung zwischen dem musikalisch Historisierenden und dem inszenatiorisch Aktualisierenden.
Norddeutsche Rundschau, 25.02.2004
Nach diesem Theaterabend wird man den Namen des Ensembles „cosi facciamo“ nicht vergessen. (...) konzeptionell durchdachtes, fein nuanciertes und handwerklich auf höchstem Niveau stehendes Theaterspiel fand hier die begeisterte Zustimmung des Publikums. (...) Vielmehr macht Frau Eisenbergs Regie hier mit allen Mitteln des Theaters die Erfahrung der Unsterblichkeit des Geliebten sinnlich wahrnehmbar, diese Szene geht unter die Haut. Vor allem, als die Scheinwerfer langsam ins Publikum blenden, wird klar, dass diese uralte Geschichte im Hier und Jetzt spielt.
Die Regie aktualisiert aber nicht plump-plakativ, sondern amüsant-hintersinnig, geradezu philosophisch geschickt. (...) Viel mehr halfen (beim Verständnis des englischen Originaltextes) die inzenatorischen Ideen und das Spiel der fünf Figuren auf der Bühne. Selbst die Musik wurde zur sprechenden Hilfe, weil das Bühnengeschehen trotz allen Tempos während der da-capo-Arien immer neue Zäsuren und Verständnishilfen bot, sei es im pantomimischen Freeze der Figuren, sei es im Kostüm oder in der Maske.
Fazit: Theaterchefin Dr. Mechthild Hobl-Firedrich ist ein Glücksgriff gelungen, dem dem theater itzehoe einen künstlerischen Hoch-Karäter bescherte. Dierser lebte von der Spannung zwischen dem musikalisch Historisierenden und dem inszenatiorisch Aktualisierenden.
Norddeutsche Rundschau, 25.02.2004